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China

CHINESISCHE STÄDTE
Beijing

Peking (Beijing) ist die Hauptstadt der Volksrepublik China und hat eine über dreitausendjährige Geschichte. Der Name bedeutet Nördliche Hauptstadt. Peking ist heute eine Regierungsunmittelbare Stadt, das heißt, sie ist direkt der Zentralregierung unterstellt und damit Provinzen, autonomen Gebieten und Sonderverwaltungszonen gleichgestellt.

In der eigentlichen Stadt – dem geographischen Stadtgebiet – leben 7.602.069 Menschen mit Hauptwohnsitz, in der Agglomeration 11.537.036. Das gesamte Verwaltungsgebiet Pekings hat 15.224.754 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2006). Davon sind 11,856 Millionen registrierte Bewohner mit ständigem Wohnsitz und 3,4 Millionen temporäre Einwohner (liudong renkou) mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung (zanzhuzheng). >>

Shanghai

Die Hafenstadt Shanghai (Shànghai, seltener auch Schanghai, Shanghaiisch: Zanhe), ist die größte Stadt und die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China.

In der eigentlichen Stadt - dem geografischen Stadtgebiet - leben 9.327.119 Menschen mit Hauptwohnsitz. Das gesamte Verwaltungsgebiet Shanghais hat 18.101.725 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2006). Davon sind 13,749 Millionen registrierte Bewohner mit ständigem Wohnsitz und 4,35 Millionen temporäre Einwohner (liudong renkou) mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung (zanzhuzheng). Weitere rund drei Millionen nichtregistrierte Personen leben illegal im Verwaltungsgebiet von Shanghai. >>

Hong Kong

Hongkong (chin. Xianggang „Duftender Hafen“; kantonesisch: Heunggong) ist der Name einer Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. Finanz-, Geschäfts- und Kulturzentrum ist Victoria City, im Norden der Insel Hongkong gelegen. Größte Stadt des Gebietes ist die sich im Süden der New Territories befindende Stadt Kowloon. Das an der Mündung des Perlflusses auf einer Halbinsel und über 200 Inseln gelegene Territorium war bis 1997 eine britische Kronkolonie und wurde vertragsgemäß am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben.

Im Rahmen der von Deng Xiaoping entwickelten Doktrin Ein Land, zwei Systeme bleibt das “demokratisch” marktwirtschaftliche System Hongkongs mindestens 50 Jahre neben dem kommunistischen System der Volksrepublik China bestehen, so dass Hongkongs Rolle als eines der Finanzzentren Asiens gesichert bleibt. Diese Autonomie erlaubt es Hongkong zwar, seine eigenen Gesetze, Zölle sowie seine eigene Währung zu haben, dennoch mischt sich die Regierung in Peking häufig in die Innenpolitik ein. So wird der Chief Executive durch ein von der Volksrepublik China bestimmtes Wahlkomitee gewählt. >>

Qingdao

Qingdao (Tsingtao „Grüne Insel“), ist eine Hafenstadt in der Provinz Shandong im Osten der Volksrepublik Chinas.

Qingdao erreichte seine gegenwärtige Größe durch Eingemeindung der Landkreise Jimo, Jiaozhou und Jiaonan im Jahre 1977 sowie durch Laixi und Pingdu im Jahr 1984. Vor Qingdao werden die Segelwettbewerbe der Olympische Sommerspiele 2008 in Peking ausgetragen werden.

Bestrebungen, im ostasiatischen Raum einen Stützpunkt zu besitzen, lassen sich in Preußen bis in das Jahr 1859 zurückverfolgen, als dort erstmals ein Geschwader der preußischen Marine operierte. Handels- und Marinekreise waren seit der Öffnung Chinas in den Opiumkriegen daran interessiert, dem deutschen Chinahandel den notwendigen militärischen Rückhalt zu verschaffen, ohne den deutsche Kaufleute nur schwer hätten Fuß fassen können. Auch andere Staaten, darunter Großbritannien, Russland, Japan und Frankreich schufen sich zwischen 1842 und 1899 Handelsstützpunkte in China. >>

GESCHICHTE
Geschichte Chinas

China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Als Träger dieser Kultur und dominierende Volksgruppe haben sich in der Geschichte Chinas die Han-Chinesen etabliert.

Schriftliche Aufzeichnungen über die chinesische Kultur reichen über 3.500 Jahre zurück. Im Mythos geht sie ursprünglich auf die drei Urkaiser zurück: Fuxi, Shennong und schließlich der Gelbe Kaiser Huang Di als eigentlicher Kulturschöpfer – ihnen voran gingen 16 irdische und eine Reihe himmlischer Kaiser. Historische Belege für die Existenz dieser Persönlichkeiten gibt es allerdings keine, sie sollen laut Überlieferung vor 5.000 bis 6.000 Jahren gelebt haben.

Die frühesten menschlichen Funde auf dem Gebiet des heutigen China sind zwei Zähne und diverse Steinwerkzeuge, die in der Provinz Yunnan gefunden wurden (Yuanmou-Menschen); sie werden auf 1,7 Millionen Jahre vor unserer Zeit datiert. Diese frühen Menschen waren Angehörige der Hominiden-Gattung Homo erectus. Auch die späteren Peking-Menschen, von denen zwei gut erhaltene Schädel gefunden wurden und die vor etwa 400.000 Jahren in der Nähe des heutigen Peking lebten, werden den Homo erectus Hominiden zugerechnet. Die zwei Schädel gingen jedoch in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verloren. >>

Boxeraufstand

Unter dem Boxeraufstand (chin. Yìhétuán qiyì) versteht man eine besatzerfeindliche chinesische Bewegung. Die Bezeichnung Boxer ist die Verallgemeinerung des Namens im Englischen und bezieht sich auf eine der ersten Boxergruppen, die sich selbst „in Rechtschaffenheit vereinigte Faustkämpfer“ (Yìhéquán) nannte; in China hat sich die später von allen Boxergruppen angenommene Umbenennung in Yihetuan durchgesetzt.

Die heiße Phase des Aufstandes fand in der Zeit von April bis August 1900 statt. >>

SPRACHE
Mandarin | Hochchinesisch

Hochchinesisch (auch Mandarin genannt) ist die offizielle Sprache in der Volksrepublik China, Republik China (Taiwan) und Singapur, und wird von über 880 Millionen Menschen auf dem Festland und auf Taiwan gesprochen. Es ist damit weltweit die Sprache mit den meisten Sprechern. Dies ist zu einem großen Teil das Ergebnis von Anstrengungen sowohl der Regierung auf dem Festland als auch der Regierung in Taiwan, Hochchinesisch als Standardsprache des Chinesischen durchzusetzen.

Die offizielle “Definition” der allgemeinen Hochsprache ist: “Die Pekinger Aussprache als Standardaussprache, die Sprache der nördlichen Regionalsprachen als Standardsprache, die Grammatik aus den vorbildlichen modernen baihuawen-Werken als Standardgrammatik.” >>

Chinesische Schrift
Die chinesische Schrift fixiert die chinesische Sprache mit chinesischen Schriftzeichen. Sie ist damit ein zentraler Träger der chinesischen Kultur.

Ein Schriftzeichen repräsentiert im Großteil der Fälle eine Silbe als Lautstruktur eines Morphems. Die chinesische Schrift ist jedoch keine Silbenschrift, denn gleichlautende Silben werden nicht jeweils durch ein einheitliches Zeichen wiedergegeben, beziehungsweise verschiedene Morpheme mit der gleichen Lautstruktur werden auch durch verschiedene Zeichen wiedergegeben. Die chinesische Schrift ist eine Morphemschrift.

Entgegen der landläufigen Meinung hat die chinesische Schrift weder piktographischen noch logographischen Charakter. Die Zeichen der chinesischen Schrift repräsentieren Einheiten der Sprache. Anders als das Kaufmanns-Und (&) steht das chinesische Zeichen für eine Einheit mit Laut- und Bedeutungsstruktur und übermittelt seine Bedeutung nicht durch eine mit dem Zeichen verknüpfte konventionalisierte Allgemeinvorstellung, für die es in der Sprache kein Wort (als Einheit von Laut- und Bedeutung) gäbe. >>

Chinesische Schrift

Ein durchschnittliches chinesisches Wörterbuch listet etwa 10.000 Zeichen auf. Für den täglichen Gebrauch, z.B. zum Zeitungslesen reichen allerdings 5000-6000 Zeichen, Kinder lernen in der Schule etwa 2000 Zeichen. Die größten Schriftgelehrten kennen etwa 8000 Zeichen auswendig. Das bisher umfangreichste Wörterbuch Zhonghuá Zìhai aus dem Jahr 1994 enthält rund 87.000 verschiedene Schriftzeichen und Varianten. Die Mehrzahl dieser Zeichen kommt nur in alter Literatur, in geographischen Bezeichnungen oder in Dialekten vor oder es handelt sich um Varianten. Manche Schriftzeichen kommen nur in einem einzigen Kontext vor. Das Schriftzeichen kan z. B. wird nur für die Festung Chikanlou in Tainan auf Taiwan verwendet, das Zeichen lì nur im Namen der taiwanischen Stadt Zhongli. >>

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